Zurück zur Übersicht

Werksinn: was Kinder wirklich stärkt

KitaFortbildung
Grafik zur Entwicklungsphase Werksinn mit der Leitfrage „Bin ich fähig und wichtig?“ und Impulsen für den Alltag

Fortbildung geben heißt für mich nicht nur, Wissen weiterzugeben – sondern immer auch, selbst weiterzulernen.

Gerade im Seminar zu den „Großen“ in der Kita habe ich mich noch einmal intensiver mit Erik Erikson beschäftigt. Seine Gedanken zur Entwicklung – besonders rund um Selbstvertrauen, Initiative und das Erleben von „Ich kann das“ – sind im Kita-Alltag so spürbar.

Was Werksinn eigentlich meint

In Eriksons Phasenmodell steht zwischen etwa sechs und elf Jahren eine Frage im Raum: Bin ich fähig und wichtig?

Kinder wollen in diesem Alter nicht mehr nur spielen. Sie wollen tätig sein, etwas herstellen, etwas können, durch Anstrengung Erfolg erleben – und Anerkennung für das bekommen, was sie geschaffen haben.

Woran man es im Alltag merkt

Es sind oft genau diese Momente: wenn Kinder sich etwas zutrauen, Verantwortung übernehmen oder auch mal scheitern und wieder aufstehen. Sie sind stolz auf eigene Leistungen, halten durch und suchen Aufgaben, die etwas von ihnen verlangen.

Fehlen Anerkennung, passende Herausforderungen oder Unterstützung, entsteht schnell das Gegenteil: das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Was hilft

  • Anspruchsvolle, aber machbare Aufgaben geben.
  • Anstrengung würdigen, nicht nur das Ergebnis.
  • Stärken benennen und sichtbar machen.
  • Fehler als Lernchance verstehen.
  • Jedes Kind mit sich selbst vergleichen, nicht mit anderen.

Für mich wieder eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen – und Räume zu schaffen, in denen Entwicklung möglich wird.

Fortbildung und Weiterbildung liegen dabei näher beieinander, als man denkt. Mehr dazu unter Fortbildung.